Impfreaktionen

Da Impfstoffe die körperlichen Abwehrkräfte aktivieren, kann man in ca. sieben Prozentder Impfungen Krankheitssymptome wie bei "kleinen", d.h. abgeschwächten Infektions-krankheiten beobachten.

Allgemein: Der Körper kann innerhalb von 1 - 3 Tagen mit Fieber und grippeähnlicher Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, o.ä.) oder Magen-Darm-Beschwerden reagieren.

An der Impfstelle kann es zu Reizerscheinungen (wie Rötung, Schwellung, Schmerz-haftigkeit) kommen. Bitte teilen Sie uns alle Reaktionen mit.

Direkt nach der Impfung (30 min.) sollten Sie in der Praxis bzw. in unmittelbarer Praxisnähe bleiben, für den seltenen Fall einer allergischen Reaktion.

Nachfolgend sind seltene Impfkomplikationen, wie sie die Herstellerinformationen angeben, aufgeführt. Die Häufigkeitsverteilung ist dabei folgendermaßen definiert:

  • sehr häufig: statistisches Auftreten in einem Fall pro Zehn
  • häufig: statistisches Auftreten in einem Fall pro Zehn bis Hundert
  • gelegentlich: statistisches Auftreten in einem Fall pro Hundert bis Tausend
  • selten: statistisches Auftreten in einem Fall pro Tausend bis Zehntausend
  • sehr selten: statistisches Auftreten in einem Fall pro Zehntausend od. seltener

Nebenwirkungen / Komplikationen einer Impfung

Gelegentlich sieht man knötchenartige Verhärtungen (Granulome) als Reaktion auf Lösungsmittelzusätze oder Ödembildung (Reaktion auf Hib) an der Impfstelle. Meist bilden sie sich selbst zurück. Impfreaktionen hinterlassen ebenfalls keine anhaltenden Beschwerden.

Selten sind eine länger anhaltende Schreiunruhe (ohne weitere Folgen), sowie Fieber über 39,5°C. Bei entsprechender Veranlagung kann es zu Fieberkrämpfen kommen. Verletzungen durch die Injektion, wie Gewebsnekrosen, Nerven- oder Blutgefäß-verletzung sind selten, bleibende Beschwerden dabei (z.B. Taubheit, Mißempfindungen, Narben) sind extrem selten.

Sehr selten kann es nach Impfungen zu allergischen Reaktionen, schockähnlichen Kreislaufreaktionen, Atemstörungen, Krampfanfällen kommen. Eitrige Abszeße an der Injektionsstelle sind ebenfalls sehr selten.

Extrem selten sind Nierenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems, Blutbildveränderungen, oder anderen Komplikationen. Autoimmunkrankheiten können durch die Impfung einen Schub erfahren.

Die Zahl der Impfschadensfälle ist in den letzten Jahren weiter rückläufig. Waren es 1972 noch 191 Fälle sind es 1995 noch 46, 1996: 38, 1997: 39, 1998: 29 und 1999: 21 Fälle. (Quelle: Robert-Koch-Institut, Berlin)