Fluorid stärkt den Zahnschmelz

Die Fluoridprophylaxe bei Babys ist für viele Eltern ein sensibles Thema. Unterschiedliche Empfehlungen von Kinder- und Zahnärzten wirken oft widersprüchlich und verunsichern. Wichtig ist: Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um verschiedene fachliche Blickwinkel auf denselben Wunsch – gesunde Zähne von Anfang an. Moderne Empfehlungen sind heute differenzierter und individueller als früher. Wir möchten Ihnen dabei helfen, die Hintergründe zu verstehen und gemeinsam eine Lösung zu finden, die medizinisch sinnvoll ist und zu Ihrem Kind passt.

Fluoridprophylaxe – differenziert und individuell

  • Ab dem ersten Zahn:
    Zweimal täglich Zähneputzen mit Kinderzahnpasta (1.000 ppm Fluorid), zunächst reiskorngroße Menge. Die Zahnpasta wird von den Eltern aufgetragen.
  • Ab etwa 2 Jahren:
    Weiter zweimal täglich putzen, jetzt erbsengroße Menge Zahnpasta.
  • Fluoridtabletten oder -tropfen:
    Sind eine Alternative, solange noch keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird oder noch keine Zähne vorhanden sind.
    Übliche Prophylaxedosis: 0,25 mg Fluorid täglich (Tablette oder Tropfen).
  • Wichtig:
    Nicht doppelt fluoridieren. Fluoridtabletten/-tropfen und fluoridhaltige Zahnpasta sollten nicht gleichzeitig gegeben werden – außer nach gezielter ärztlicher oder zahnärztlicher Empfehlung.
  • Alltag beachten:
    Bei Verwendung von Mineralwasser bitte den Fluoridgehalt auf dem Etikett prüfen.
    Fluoridiertes Speisesalz kann in der Familienkost sinnvoll sein.

Heute ist der Standard für Kinder: fluoridhaltige Zahnpasta ab dem ersten Zahn – korrekt dosiert. Das ist wirksam und alltagstauglich. Systemisches Fluorid (Tablette/Tropfen) bleibt eine Option solange die Kinder noch nicht zuverlässig zweimal täglich Zähneputzen (lassen). Entscheidend ist immer die Gesamtzufuhr und eine klare Strategie, die zu Ihrer Familie passt.

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