Impfung schützt – Homöopathie begleitet

Die große Mehrheit der Kinder verträgt Impfungen sehr gut. In über 90 % der Impfungen treten keinerlei relevante Reaktionen auf. Daher ist es aus ärztlicher Sicht sinnvoll, zunächst abzuwarten, ob überhaupt eine individuelle Impfreaktion auftritt, bevor therapeutisch eingegriffen wird.

Impfreaktionen

Zu den häufigsten, in der Regel harmlosen Impfreaktionen zählen:

  • vorübergehende Unruhe
  • leichtes bis mäßiges Fieber
  • lokale Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung, Druckschmerz)

Diese Reaktionen sind Ausdruck der gewünschten Immunantwort und klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst ab.

Individuelle homöopathische Begleitung

Kommt es zu stärkeren oder belastenden Impfreaktionen, kann eine individuell ausgewählte homöopathische Arznei im Einzelfall unterstützend eingesetzt werden. Voraussetzung ist stets die sorgfältige Bewertung der konkreten Symptome, des Verhaltens und der Gesamtsituation des Kindes. Eine pauschale Arzneigabe „nach Impfung" ist nicht zielführend.

Beispiele für klassisch beschriebene Arzneimittel bei Impfreaktionen:

  • Aconitum
    plötzliche nächtliche Unruhe nach Impfung, heißer geröteter Kopf, hohes Fieber, starker Durst
  • Belladonna
    rasch ansteigendes hohes Fieber, heiß-roter Kopf, kühle Hände/Füße, Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Hepar sulfuris
    sehr empfindliche Kinder, schmerzhafte entzündliche Impfreaktion, säuerlicher Schweiß, berührungsempfindlich
  • Mercurius
    infektanfällige Kinder mit starkem Schwitzen, Mundgeruch, Schleimhaut- oder Windelentzündung
  • Rhus toxicodendron
    Unruhe und Schlafstörung nach Impfung, Besserung durch Wärme u. Bewegung, evtl. Bläschen
  • Silicea
    zarte, kälteempfindliche Kinder, Angst vor Nadeln, verzögerte Abheilung lokaler Reaktionen
  • Staphisagria
    seelische Stressreaktion nach medizinischem Eingriff, angepasst wirkend, innerlich verletzt
  • Sulfur
    wärmeliebende Kinder mit Hautreaktionen, starkem Schweiß u. übelriechendem Stuhl
  • Thuja
    scheue Kinder mit Schleimhaut- oder Lymphknotenreaktionen, empfindlich gegen Kälte u. Nässe

Impfungen sind wirksam und überwiegend gut verträglich. Bei Reaktionen gilt: beobachten, einordnen, begleiten – und bei Unsicherheit frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

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