Immunkräfte stärken
bei Kindern u. Jugendlichen
Stabil durch die Infektzeit
Schritt für Schritt wachsen
Warum häufige Infekte normal sind – und was Sie als Eltern wirksam tun können
Viele Eltern kommen erschöpft zu uns und sagen: „Warum ist mein Kind ständig krank?“
Zunächst das Wichtigste: Ihr Kind ist nicht schwach. Sein Immunsystem ist im Aufbau.
Gerade in den ersten Kita-Jahren sind 8–12 Atemwegsinfekte pro Jahr durchaus normal. Das fühlt sich anstrengend an – medizinisch ist es jedoch Ausdruck eines lernenden, reifenden Systems. Man kann sich das vorstellen wie ein Trainingszentrum: Mit jeder Begegnung speichert das Immunsystem Erfahrungen ab, verbessert seine Strategien und reagiert beim nächsten Mal schneller.
Das braucht Zeit. Und Geduld. Und Eltern, die ruhig bleiben.
Das Ziel ist nicht: „nie krank“.
Das Ziel ist: Infekte gut bewältigen und zunehmend stabil werden.
Das Immunsystem begleiten ...
„boosten" hilft nicht
Es gibt keinen Schalter, den man umlegt. Aber es gibt viele Stellschrauben, die Sie als Familie beeinflussen können.
Wichtig ist die Balance:
- normale Umweltkontakte sind erwünscht
- übertriebene Dauerdesinfektion ist nicht sinnvoll
- ausreichend Schlaf und Bewegung sind echte Schutzfaktoren
Ein robustes Immunsystem entsteht durch Alltag – nicht durch Perfektion.
Die großen Grundlagen
- oft unterschätzt
Schlaf
Im Schlaf werden Immunzellen reguliert und Entzündungsreaktionen geordnet.
Kinder reagieren besonders sensibel auf Schlafmangel.
Eine stabile Abendroutine ist oft wirksamer als jedes Präparat.
Bewegung & frische Luft
Tägliche Bewegung wirkt immunmodulierend.
Es muss kein Leistungssport sein – Spielplatz, Radfahren, Toben reichen.
Regelmäßige moderate Bewegung senkt Infektanfälligkeit messbar.
Ernährung – einfach, bunt, regelmäßig
Das Immunsystem braucht:
- viele Pflanzenfarben
- ausreichendes Eiweiß
- hochwertige Fette
- wenig stark verarbeitete Produkte
Warme Suppen, gerade in Infektphasen, sind medizinisch sinnvoll:
Flüssigkeit, Mineralstoffe, leicht verdauliches Eiweiß – Hühnersuppe ist kein Mythos, sondern physiologisch plausibel.
Flüssigkeit
Gut befeuchtete Schleimhäute sind die erste Abwehrlinie.
Wasser oder ungesüßter Tee sind gesund und lebenswichtig.
Bindung & Sicherheit
Das ist keine Esoterik, sondern Stressbiologie:
Chronischer Stress verändert Immunantworten.
Ein Kind, das sich sicher fühlt, reguliert Infekte oft stabiler.
Und ja – Nähe ist Medizin.
Vitamine
& Spurenelemente
Vitamin D
Im Säuglingsalter ist Vitamin D klar empfohlen. Darüber hinaus hängt der Bedarf von Lebensstil, Jahreszeit und individueller Situation ab.
Vitamin D moduliert nachweislich Immunfunktionen – jedoch sinnvoll dosiert.
Eisen
Eisenmangel ist einer der häufigsten Gründe für erhöhte Infektanfälligkeit, Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit.
Hier lohnt eine gezielte Laborkontrolle. Richtig eingestellt verbessert sich die Infektstabilität oft deutlich.
Zink
Zink spielt eine zentrale Rolle in der Immunregulation.
Bei häufigen Infekten kann eine zeitlich begrenzte Supplementierung sinnvoll sein – besonders in Phasen hoher Belastung.
Vitamin C
Regelmäßige moderate Zufuhr kann die Dauer von Infekten verkürzen.
Dauerhochdosierungen sind nicht notwendig.
Gut zu wissen:
Wenn ein Kind normal wächst und ausgewogen isst, sind Megadosen unnötig.
Gezielte Ergänzung: ja.
Unkontrolliert: nein.
Mikrobiom & Probiotika
- das Abwehrzentrum
Ein Großteil des Immunsystems sitzt im Darm. Eine stabile Darmflora wirkt immunregulierend, nicht nur lokal, sondern systemisch.
Wann sind Probiotika sinnvoll?
In unserer langjährigen Erfahrung besonders bei:
- häufigen Atemwegsinfekten im Kita-Alter
- nach Antibiotikatherapie
- empfindlichem Darm
- allergischer Disposition
Die Forschung zeigt:
Bestimmte Stämme können die Häufigkeit und Dauer von Atemwegsinfekten reduzieren.
Bei Probiotika zählt nicht der Markenname, sondern der konkret definierte Bakterienstamm. Entscheidend sind eine exakte Stammbezeichnung (z.B. Lactobacillus rhamnosus GG oder Escherichia coli Nissle 1917), ausreichende Keimzahl bis zum Ablaufdatum, pharmazeutische Qualität und vorhandene Studiendaten – die Produktqualität ist sehr unterschiedlich.
Welche Probiotika?
... auf die Bakterienstämme kommt es an:
Lactobacillus / Bifidobacterium, bei
- wiederkehrenden Atemwegsinfekten
- Allergieneigung
- allgemeiner Immunstabilisierung
Diese Stämme modulieren die Schleimhautabwehr.
Escherichia coli (z.B. Nissle), bei:
- instabiler Darmbarriere
- chronisch empfindlichem Darm
- nach schwereren Darminfekten
Wirken stärker barrierestabilisierend.
Enterokokken, bei:
- rezidivierenden Infekten
- Darmdysbiose
Hier ist eine individuelle Auswahl sinnvoll.
Wir wählen das Präparat je nach Situation des Kindes, z.B. bei häufigen Atemwegsinfekten, nach Antibiotikatherapie oder empfindlichem Darm.
Wirksam ist eine mehrwöchige Symbiosebehandlung.
Homöopathie
In über drei Jahrzehnten Praxis erleben wir sehr positive Verläufe bei individuell gewählten Mitteln.
Homöopathie ersetzt keine notwendige Antibiotikatherapie oder Diagnostik.
Aber sie kann Regulationsprozesse begleiten und die Selbstheilung unterstützen.
Viele Familien berichten von:
- verkürzten Infektverläufen
- milderen Symptomen
- stabilerer Gesamtsituation
Individuelle Auswahl ist entscheidend – nicht das „Komplexmittel" aus der Apotheke oder Drogerie.
Eigenbluttherapie
sehr bewährt bei der Immunregulation
Die Eigenbluttherapie wird seit Jahrzehnten zur Immunmodulation eingesetzt.
Bei anfälligen Kindern ist unsere Erfahrung ausgesprochen positiv – besonders bei:
- rezidivierenden Atemwegsinfekten
- Allergieneigung
- chronischer Infektanfälligkeit
Sie wirkt über eine unspezifische Immunstimulation und Reorganisation der Abwehr.
für Kinder entwickelt ist die Methode nach Imhäuser. Hier werden die hergestellten Arzneien zu Hause als Tropfen gegeben und nicht injiziert.
Ein Kind mit vielen Infekten hat meist kein schwaches Immunsystem – sondern ein lernendes.
Das Ziel ist nicht, Krankheit komplett zu verhindern.
Das Ziel ist, dass Ihr Kind Infekte zunehmend souverän bewältigt.
Und das passiert.
Mit jedem Jahr ein Stück mehr.
Sie als Eltern können diesen Prozess ruhig und wirksam begleiten. Wenn Sie unsicher sind oder individuelle Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.