Haarfarbe bei Babys

Genetik: festgelegt, aber nicht sofort sichtbar

Die Haarfarbe Ihres Babys ist genetisch angelegt – zeigt sich aber oft erst mit der Zeit. Mehrere Gene steuern gemeinsam die Bildung von Farbpigmenten:

  • Eumelanin → braune bis schwarze Farbtöne
  • Phäomelanin → blonde bis rötliche Farbtöne

Das Mischungsverhältnis dieser Pigmente ergibt die individuelle Haarfarbe. Dunkle Farben setzen sich genetisch häufig durch, helle wirken eher „verzögert“ – das Zusammenspiel ist jedoch komplex und nicht exakt vorhersagbar.

Warum sich die Haarfarbe häufig verändert

Viele Babys sehen nach einigen Monaten ganz anders aus als bei der Geburt. Das ist völlig normal:

  • Die ersten Neugeborenenhaare fallen meist zwischen dem 3. und 9. Lebensmonat aus
  • Danach wachsen die dauerhaften Kinderhaare nach – oft mit anderer Farbe oder Struktur
  • Auch später kann sich der Farbton noch verändern, z. B.
    • Aufhellung durch Sonne
    • Nachdunkeln im Kindergartenalter oder in der Pubertät

Ein festes Muster gibt es nicht – selbst Geschwister können sich deutlich unterscheiden.

Rote Haare – eine Besonderheit

Rote Haare entstehen durch einen besonders hohen Anteil an Phäomelanin.
Diese Veranlagung ist genetisch bedingt und bleibt meist erhalten, auch wenn der Farbton im Laufe der Kindheit leicht variiert (von goldrot bis kupferfarben).

Haarfarbe im Wandel

  • Veränderungen im ersten Lebensjahr sind hormonell bedingt und normal
  • Die „endgültige“ Haarfarbe zeigt sich meist ab dem 1.–2. Lebensjahr
  • Leichte Veränderungen sind bis zur Pubertät möglich

Kein Grund zur Sorge – das gehört zur natürlichen Entwicklung.

Ob blond, braun oder rot: Die Haarfarbe ist nur ein kleines Detail. Viel wichtiger ist die Persönlichkeit, die sich entwickelt – mit Temperament, Neugier, Lachen und ganz eigenem Charme. Eltern dürfen diese Veränderungen gelassen und staunend begleiten.

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