HNO-Krankheitsbilder bei Kindern

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Therapie / Behandlung der Mittelohrentzündung - Otitis media

Vorbemerkung
Ziel ist es die Selbstheilungsmechanismen des Körpers zu unterstützen, Entzündungssekrete und Schleim zu lösen und zu entfernen. Durch veränderte Lebensweisen der modernen Zivilisation, ist das Entzündungssekret im Hals-Nasen-Ohren-Trakt heutzutage zu zäh. Kurz gesagt: wir verschleimen! Der Grund: unsere Lebensweise ist zu trocken: isolierte und geheizte Behausungen, zu trockene, eiweißreiche Eßkultur. Der Schleim fliesst nicht mehr ab, die Keime finden darin einen guten Lebensraum sich weiter zu vermehren.

Bewährte Erstmaßnahme
Zwiebelwickel aufs schmerzende Ohr. Eine frische Zwiebelscheibe in Papiertuch einschlagen, aufs Ohr legen und mit Stirnband fixieren. Eine weitere Scheibe unmittelbar hinters Ohr auflegen. Der Zwiebelsaft wirkt ab-schwellend und antibakteriell und zudem schmerzlindernd.

Wichtigste Dauermaßnahme: Schleimlösung durch Feuchtigkeit. Sorgen Sie für aus-reichende Luftfeuchtigkeit durch häufiges Stosslüften, feuchte Tücher auf der Heizung, Wäsche aufhängen, Dusch-Nebel, etc. Flüssigkeitsreiche (kuhmilcharme) Kost, mit Suppen, Kompotts, Pfefferminztees und Eintöpfen. Inhalationen mit 0,9% Salzwasser-lösung (entspr. 1 TL Salz auf einen Liter Wasser) und einigen Tropfen Teebaumöl.

Befeuchtende Nasentropfen oder Sprays (ohne Konservierungsstoffe). Wichtige Maßnahme, die das Eindringen der Keime verhindern kann, wenn sie frühzeitig und regelmäßig (z.B. stündlich) eingesetzt wird. Noch effektiver: Salzwassernasen-spülungen: Bei Säuglingen eine Pipette voll Salzwasser 0,9% in Seitenlage in jedes Nasenloch spülen. Kleinkinder: Sio Zwo Nasenspülung.
Tipp: Spielen Sie Benjamin Blümchen" mit Ihrem Kind: "Törrrööööh !"

Schmerzmedikation:
Paracetamolzäpfchen (15mg/kg),
Dos.: bis 6 Mo.: 75 mg, 6-12 Mo.: 125mg, 1-5 Jahre: 250mg, über 6 Jahre: 500mg.
ggf. auch: Ibuprofen-Saft

Ohrentropfen: unnötig. Sie können ggf. das empfindliche Innenohr schädigen.

Abschwellende Nasentropfen: sollten Sie möglichst wenig verwenden. Sie öffnen sonst die zugeschwollenen Areale des HNO-traktes, die Keime könnten somit tiefer eindringen Wertvollen Ersatz bieten hier die osmotisch wirksamen Nasentropfen nach Stellmann. Die zuckergesättigte Kamillenteelösung zieht Schleim und Feuchtigkeit an.

Abstriche der Nasen- / Rachenräume sind i.d.R. unsinnig. Keime von zugänglichen Schleimhautabschnitten geben keine zuverlässigen Hinweise auf das Keimspektrum in Nasennebenhöhle, Mittelohr, etc. Die Nasen-Rachenschleimhaut ist ständig mit wechs. Krankheitserregern besiedelt. Dort werden sie bei intakter Abwehrlage in Schach gehalten und können nicht ins Körperinnere vorwandern. Aussagekräftige Abstriche können nur direkt am Krankheitsherd abgenommen werden - was in der Regel nicht möglich ist..

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