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Verstopfung im Kleinkindes- / Vorschulalter 1 / 2
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Verstopfung im Kindesalter Die chronische Verstopfung (Obstipation) ist ein häufiges Krankheitsbild im Kindesalter, unter dem etwa ein Drittel aller Kleinkinder und Schulkinder leidet. Sie ist auch die häufigste Ursache wiederkehrender Bauchschmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt in 95% der Verstopfungsneigung keine organische Krankheit zugrunde. |
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Symptome Die häufigsten Symptome sind chronisch wiederkehrende Bauchschmerzen besonders im linken Unterbauch und typischerweise verstärkt nach den Mahlzeiten (bedingt durch den sog. gastrokolischen Reflex). Häufig kommt es auch zu Kotschmieren und Einkoten (in die Hose), da der Enddarm durch eine dauerhafte Überdehnung seine Schließfunktion verlieren kann. Es kann sogar zu stinkenden schleimig-flüssigen Durchfällen kommen, da der Darminhalt bei einer langen Verweildauer durch Vergärungsprozesse wieder verflüssigt wird. Der harte Stuhlgang ist bei der kindlichen Verstopfung also nicht immer vorhanden (!). |
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Organische Ursachen der Obstipation
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Nicht-organische Ursachen der Obstipation
Psychische Belastungen (z.B. Schulwechsel, Umzug, erneutes Geschwisterkindes, familiäre Spannungen, unsaubere Toiletten, etc.) |
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Teufelskreis der Verstopfung Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren lernt das Kleinkind durch Anspannung der analen Ringmuskulatur den Stuhlgang willkürlich zurückzuhalten. Gleichzeitig rückt die eigenständige Willensbestimmung der Stuhlentleerung in den Fokus des kindlichen Bewusstseins (sog. anale Phase, nach Sigmund Freud). Hat das Kind in dieser Phase den Stuhlgang einmal als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden, so versucht es beim nächsten Mal dieses Erlebnis durch Zurückhalten des Stuhles zu vermeiden. In der Folge wird der Stuhl immer härter und großkalibriger. Es kommt zu feinen Schleimhautrissen, z.T. auch Hämorrhoiden oder einem Schleimhautprolaps. Die Schmerzen beim Stuhlgang nehmen zu und damit auch die aktiven Stuhlrückhaltemanöver des Kindes. Leider kommt dieser Teufelskreis so gut wie nie von selbst zu Ende. |
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Therapie: Durchbrechen Sie den Teufelskreis! In der ersten Phase ist es wichtig den Darm über einige Tage hinweg gründlich zu entleeren. Hier eignen sich am besten Glycerol-Zäpfchen (z.B. Glycilax K, Babylax 1-2 mal täglich) In der zweiten Phase muss der Stuhl weich und regelmäßig gehalten werden. Hierzu können Lactulose Säfte oder Paraffin-Öl (Obstinol) gegeben werden. In der dritten Phase sollte der Stuhlgang auf natürliche Art und Weise wieder normal gehalten werden. Hierbei sollten verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Änderungen der Ernährungsgewohnheiten, Verbesserung des Trink- und Bewegungsverhaltens vorgenommen werden. |
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Natürliche Maßnahmen zur Stuhlentleerung Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Tees, Suppen, Kompott, Eintöpfe etc.). Der tägliche Flüssigkeitsbedarf im Kindesalter:
Sorgen Sie für ballaststoffreiche Nahrung:
Vermeiden Sie konsequent: |
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Verhaltenstherapie Lassen Sie Ihr Kind regelmäßig nach der Hauptmahlzeit auf die Toilette gehen. Sie nützen hierbei den gastrokolischen Reflex. Belohnen sie Kind dafür konsequent und schenken Sie ihm viel Zuwendung. Ich empfehle Ihnen einen Stuhlkalender als Erfolgsprotokoll zu führen (mit Erfolgsbildchen für Ihr Kind). Lassen Sie sich hierbei frühzeitig durch einen Fachmann/frau beraten. |
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Homöopathie (kleine Auswahl)
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